14.12.2016 |

Gera

Warnstreik bei AGA-ZT

Am Vormittag des 14.12.2016 beteiligten sich 60 Kolleginnen und Kollegen am einstündigen Warnstreik der IG Metall bei der AGA-ZT. Ziel der Tarifbewegung ist eine Angleichung der Entgelte, Sonderzahlungen und der Arbeitszeit an die Bedingungen des Mutterunternehmens, der Samag in Saalfeld.

31.08.2016 |

Thüringen

Tarifbindung gestiegen

In Thüringen sind wieder mehr Betriebe und Beschäftigte an einen Tarifvertrag gebunden. Nach Daten des IAB-Betriebspanels galt im vergangenen Jahr in 24 Prozent der Thüringer Betriebe ein Flächen- oder ein Haustarifvertrag. Das waren zwei Prozent mehr als 2014. Anders verhielt es sich in Westdeutschland: Dort sank die Zahl der tarifgebundenen Betriebe den Angaben zufolge binnen Jahresfrist von 34 auf 31 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in Thüringen, die in solchen Unternehmen arbeiten, stieg im Jahresvergleich von 46 auf 48 Prozent aller Arbeitnehmer im Land

31.12.2014 |

Jena-Saalfeld und Gera

Haustarifverträge

In den letzten Jahren ist es uns in Ostthüringen gelungen, für viele Arbeitnehmer Tarifverträge abzuschließen. So können Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen erhöht werden. Einige Tarifverträge standen zur Neuverhandlung an. Die Ergebnisse können sich sehen lassen:

Für das Stahlwerk Thüringen wurde zum 1. Januar eine Erhöhung um 2,5 Prozent erreicht, dazu kommen eine Beteiligung der Beschäftigten am Gewinn des Unternehmens und ein Einstieg in eine mögliche Verkürzung der Arbeitszeiten.

Für die Samag-Beschäftigten in Saalfeld gibt es 2015 gleich zwei Erhöhungen: jeweils 3,5 Prozent zum 1. Januar und zum 1. November, hinzu kommt eine Einmalzahlung im Februar.

Die Arbeitnehmer bei Docter Optics erhalten ab 1. November 2014 mehr Geld: 2,2 Prozent und noch einmal 2,0 Prozent ab 1. April 2015.

Bei Feintool in Jena gibt es zum 1. Januar 2015 3,0 Prozent Erhöhung.

Ab Mitte Januar wird dann für die Arbeitnehmer verhandelt, für die die Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie gelten.

Alles in allem: Tarifverträge schützen und nützen - Lohnsteigerungen fallen nicht vom Himmel, sondern müssen erkämpft werden. Die gute Botschaft: Sie können auch erkämpft werden - mit der IG Metall.

 

31.03.2014 |

Jena

Tarifabschluss bei der Jenoptik AG

Rund 900 Mitarbeiter und Auszubildenden der Jenoptik AG am Standort Jena haben einen neuen Haustarif und erhalten mehr Geld.

Sie bekommen rückwirkend zum 1. Februar 3,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt, eine weitere Erhöhung um 2,8 Prozent wird am 1. Januar 2015 fällig, wie beide Tarifparteien am Montag in Jena mitteilten.

Außerdem sollen die Mitarbeiter der fünf Jenoptik-Gesellschaften in der Thüringer Universitätsstadt in stärkerem Maße am Konzernergebnis teilhaben. Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Abschluss.

Jenoptik-Vorstandsvorsitzender Michael Mertin erklärte: „Die stärkere Teilhabe der Mitarbeiter am Konzernergebnis ist für uns ein wichtiges Thema im Sinne der Gleichbehandlung.“

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Jena-Saalfeld, Michael Ebenau, ergänzte, es sei eine deutliche Steigerung der Reallöhne erreicht worden. Es sei den Beschäftigten ebenfalls sehr wichtig gewesen, eine Veränderung der Ergebnisbeteiligung hin zu einer gerechteren Verteilung zu erzielen.

Der Optoelektronik-Konzern hat insgesamt rund 3400 Mitarbeiter. Er produziert in den fünf Sparten Laser und Materialbearbeitung, Optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung und Zivile Systeme für Kunden weltweit.

10.03.2014 |

Jena

Erstmals Tarifvertrag für j-fiber, j-plasma und Fibercore Machinery

Die IG Metall-Verwaltungsstelle Jena-Saalfeld und die drei Betriebe j-fiber, j-plasma sowie FiberCore Machinery in Jena-Maua haben ein Verhandlungsergebnis über einen Tarifvertrag erzielt.

Darin ist vereinbart, die wesentlichen Arbeitsbedingungen in den kommenden Jahren schrittweise an die der Metall- und Elektroindustrie Thüringen anzugleichen. Profitieren davon werden etwa 170 Arbeitnehmer/innen und Auszubildende. Es ist der erste Tarifvertrag in der Geschichte dieser drei Unternehmen.

Beginnend mit dem Jahr 2014 steigt der Urlaubsanspruch schrittweise auf 30 Tage pro Kalenderjahr, pünktlich zum 1. Mai 2014 werden die Löhne, Gehälter und Aus-bildungsvergütungen in einem ersten Schritt um ca. 60 Euro (für Auszubildende: 30,- Euro) pro Monat angehoben. Ebenfalls in Kraft tritt u.a. eine Regelung zum flexiblen Übergang in die Rente für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

„2012 haben sich die Belegschaften der drei Betriebe erstmals Betriebsräte gewählt. Das war der erste Schritt dahin, die jeweiligen Arbeitsbedingungen nicht mehr individuell zu regeln, sondern gemeinsam per Tarif“, so Michael Ebenau, Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Jena.

In dem Tarifvertrag sieht er auch für die Unternehmen einen gewichtigen Vorteil: Angesichts der demographischen Entwicklung müssten die Unternehmen künftig stärker um gut ausgebildete Fachkräfte werben – da seien fairer Umgang mit den Beschäftigten und gerechte Entlohnung ein wichtiger Faktor.

Die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite um den Tarifvertrag seien aus Sicht der IG Metall sehr konstruktiv verlaufen: „Dort hat sich niemand den For-derungen der Arbeitnehmer nach einem Tarifvertrag verschlossen, wie wir das anderswo noch oft erleben. Natürlich spielt die wirtschaftliche Lage der Unternehmen eine Rolle bei den Verhandlungen, aber insgesamt fand ich den Prozess sehr lösungsorientiert. Von daher bin ich optimistisch, dass der vereinbarte Anpassungsprozess an die Metall- und Elektroindustrie auch ebenso konstruktiv umgesetzt wird.“

j-fiber ist in Jena-Maua einer der führenden Anbieter von Glasfasern. Im Jahr 2007 erwarb LEONI 51 Prozent der Anteile, seit 2012 sind die drei Betriebe in Maua vollständig im Besitz des fränkischen Konzerns.

06.09.2013 |

Tarifverhandlungen

Promera Jena jetzt mit Tarif

Die IG Metall Jena-Saalfeld und die zur internationalen Feintool-Gruppe gehörende Promera Jena Feinschneid und Umformtechnik GmbH haben für die knapp 150 Mitarbeiter in Jena einen Firmentarifvertrag abgeschlossen.

„Ein wichtiger Bezugspunkt dieses Firmentarifvertrages ist der Tarif der Metall- und Elektroindustrie Thüringens“, erläutert Michael Ebenau, der die Verhandlungen für die Metallgewerkschaft geführt hat. „Wir haben einen mehrjährigen Stufenplan vereinbart, mit dem die Unterschiede zwischen betrieblicher Wirklichkeit und dem Flächentarif in den wesentlichen Punkten Stück für Stück abgetragen werden, so dass dieser Angleichungsprozess aber auch wirtschaftlich für das Unternehmen vertretbar ist.“

Die Verhandlungen liefen seit Ende 2011 und seien zum Teil ausgesprochen schwierig gewesen, in erster Linie sei dies eben den erheblichen Unterschieden zwischen betrieblicher Realität und den Zielen der Beschäftigten geschuldet.

„Beide Seiten haben auch bei Problemfragen aber immer mit dem Ziel weiter verhandelt, einen Konsens zu finden, der beiden Interessen gerecht wird.“ Mit diesem Vertrag werden unter anderem die Einkommen der Promera Beschäftigten in den kommenden Jahren schrittweise auf das Niveau der Flächentarifverträge angehoben, auch die sonstigen Arbeitsbedingungen sind künftig verbindlich im Firmentarifvertrag geregelt.

„Dieser Vertrag zeigt, dass es durchaus geht, mit einem Firmentarifvertrag die Zukunft zu gestalten und dabei die Belange der Beschäftigten als auch des Unternehmens zu berücksichtigen“, so Michael Ebenau.

Ernst Frutiger, Leiter der Feintool-Produktionsbetriebe Fineblanking in Europa und Koordinator der Verhandlungen seitens Promera Jena zeigt sich ebenso froh, dass die langwierigen Verhandlungen abgeschlossen sind. „Allerdings sehen wir mit gewisser Sorge der Zukunft entgegen. Den anstehenden, jährlich überproportional steigenden Löhnen und den sehr stark angestiegenen Energiekosten, stehen die Forderungen unserer Kunden der Automobilindustrie nach jährlichen Preissenkungen entgegen. Wettbewerber und Kunden entziehen sich dieser Problemstellung vermehrt durch Verlagerung nach Osteuropa. Wir setzen auf eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit, die es erlaubt, durch Effizienz und flexibilitätssteigernde Maßnahmen die Arbeitsplätze auch in Zukunft zu sichern.

EPSa Saalfeld

Entgeltvereinbarung für 2013

Die Geschäftsleitung der EPSa Elektronik- und Präszisionsbau Saalfeld GmbH und die IG Metall Jena-Saalfeld haben sich auf eine Steigerung der Entgelttabellen geeinigt.

Ab dem 1.1.2013 steigen sie um 2 % und ab dem 1.06.2013 erneut um 2 %.

Das Eckentgelt in der Gruppe IV beträgt damit zu Jahresbeginn 2020,00 € und ab dem 1.6.2013 2060,0 €.

Die Regelungen zum Cash-Flow-Netto und zum Weihnachtsgeld (150,00 €) bleiben unverändert.

 

Gemeinsame Sitzung der Tarifkommissionen Mittelgruppe (Hessen. Rheinland-Pfalz und das Saarland) und Thüringen

IG Metall will deutliche Entgeltzuwächse, Übernahme der Auszubildenden und Mitbestimmung bei Leiharbeit

Foto: IG Metall

Der IG Metall Bezirk Frankfurt will ab sofort mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie die tarifliche Regelung der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden und die betriebliche Gestaltung der Leiharbeit erörtern.

Das haben die Tarifkommissionen des Bezirks Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland (Mittelgruppe) und Thüringen heute auf ihrer gemeinsamen Sitzung beschlossen. Die IG Metall will zu diesen Themen substanzielle Ergebnisse erreichen, noch bevor im Frühjahr 2012 die Entgelttarifrunde startet.

Im einzelnen strebt die IG Metall im Bezirk Frankfurt an:

  • deutliche Entgeltzuwächse
  • unbefristete Übernahme von Ausgebildeten im Anschluss an die Berufsausbildung
  • tarifliche Regelungen zur Verbesserung des Ausbildungszugangs für benachteiligte Jugendliche, intensive Ausbildungsbegleitung und Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung
  • Begrenzung und faire Regelung von Leiharbeit, insbesondere zu Anlass, Volumen, Dauer, Einsatzbereichen, Übernahme sowie Auswahlkriterien in einer freiwilligen Betriebsvereinbarung
  • wirksames Zustimmungsverweigerungsrecht für Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit im Betrieb mit tariflicher Schlichtungsstelle als Konfliktregulierung
  • Ausweitung der Informations- und Mitwirkungsrechte des Betriebsrats beim Einsatz von Werkvertragsbeschäftigten im Betrieb

Darüber hinaus erwarten die Mitglieder der Tarifkommissionen eine Regelung zur Vergütung von Leiharbeit auf der Basis des equal-pay Prinzips mit den Verbänden der Leiharbeitsbranche noch vor Beginn der Tarifrunde 2012 in der Metallindustrie.

IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild: „Mehr Verteilungsgerechtigkeit ist dringend notwendig. Das heißt deutliche Entgeltsteigerungen für die Stammbelegschaften, daran gekoppelte equal-pay Entgelte für die Leiharbeitnehmer und Schutz der jungen Generation vor dem Abrutschen in prekäre Beschäftigung. Die IG Metall wird ihre Mitglieder dafür mobilisieren, um Teilhabe zu sichern und einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur in Europa zu leisten."

Nicht nur mehr Geld

Tarifergebnis gilt auch für Thüringen

IG Metall und Arbeitgeberverband in Thüringen haben den Pilottarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie aus Nordrhein-Westfalen übernommen. Die Laufzeit des Vertrages endet im Juni 2012. Für 2010 sieht der Vertrag eine Einmalzahlung von 320 Euro vor. Auszubildende erhalten jeweils eine Zahlung von 60 Euro. Für das kommende Jahr ist von April an eine zwölfmonatige Lohnsteigerung von 2,7 Prozent geplant. Auch in Thüringen wird nun tarifliche Kurzarbeit ermöglicht. Damit kann die wöchentliche Arbeitszeit von 38 bis auf 29 Stunden abgesenkt werden. Ab einer bestimmten Höhe erhalten die Beschäftigten einen Teilentgeltausgleich. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild bewertete das Ergebnis der Tariverhandlungen als "starken Abschluss einer starken IG Metall in schwieriger Zeit". Die Tariferhöhungen seien angemessen. Mit den Regelungen zur Beschäftigungssicherung seien gute Voraussetzungen geschaffen, um ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen.